Wissenschaftliche Hilfskraft Waldmanagement, Mercator Research Institute

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Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) sucht eine kommunikationsstarke Wissenschaftliche Hilfskraft (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Deliberations- und Partizipationsverfahren für ein Projekt zu kommunalem Waldmanagement

Das Projekt: 

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierte Projekt „Wald Brandenburg“ (01. März 2021 – 31. Aug. 2022) hat zunächst zum Ziel, einen mehrphasigen, wissenschaftlich wohlinformierten Bürger*innen-Deliberationsprozess in einer Kleinstadt in Brandenburg als modellhaftes „Leuchtturmprojekt“ durchzuführen. Die Stadt Biesenthal hat das Projektkonsortium damit beauftragt, mit ca. 16 zufällig und möglichst repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern – und parallel dazu auch mit Stakeholdern und der Stadtpolitik – gemeinsam über zukünftige alternative Nutzungsweisen des großen, auf vielerlei Weise jedoch bedrohten Stadtwaldes aus unterschiedlichsten Perspektiven zu beraten. Die ausgearbeiteten Handlungspfade dienen dann als Entscheidungsgrundlage für die Stadt Anfang 2022. Anschließend sollen dieses Beteiligungsverfahren sowie die erarbeiteten Waldnutzungskonzepte gezielt auch in andere Kommunen in Brandenburg und darüber hinaus verbreitet werden, die vor ähnlichen Konflikten und komplexen Herausforderungen rund um ihre Körperschaftswälder stehen. 

Zu den Projektpartnern gehören neben den Forschungseinrichtungen MCC (Projektleitung, Verfahrens-Expertise) und HNE Eberswalde (Waldexpertise) die Stadt Biesenthal sowie CIVILOG (Verein in Gründung zu Beteiligungsverfahren). Ein französischer Think-Tank zu politischer Partizipation, „Décider Ensemble“, unterstützt die Bekanntmachung des Verfahrens auch auf europäischer Ebene. Die ausgeschriebene Stelle ist Teil der Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Assessments, Ethik und Politik (Leitung: Dr. Martin Kowarsch) am MCC Berlin.

 Zu Ihren Aufgaben gehören im Einzelnen: 

  • Hauptaufgabe ist das (Mit-)Erstellen von Texten zur Beschreibung, Auswertung und Verbreitung unseres besonderen, wissenschaftsinformierten Bürger*innen-Deliberationsverfahrens, u.a. für Lokalpolitik, öffentliche Verwaltung, breitere Öffentlichkeit
  • Administrative und organisatorische Unterstützung 
  • Konzeptionelle und praktische Mitgestaltung des Deliberationsprozesses 
  • Persönliche Kommunikation mit den am Prozess Beteiligten und mit potentiellen Multiplikator*innen für das Verfahren
  • Ggf. Durchführung von Online-/Telefon- oder persönlichen Interviews (und deren Transkription) mit Stakeholdern zu deren Sichtweisen auf zukünftige Stadtwald-Nutzung
  • Fachliche Recherchen zur demokrat. Partizipations-Thematik am Science-Policy-Society-Interface; Assistenz bei Publikationen und ggf. Abbildungen

Das wünschen wir uns von Ihnen: 

  • (Vor-)Kenntnisse zu demokratischen Partizipations- und Deliberationsverfahren (idealerweise auch zur Rolle von Wissenschaft in der Politik sowie zu sozialen/politischen Lernprozessen)
  • Sehr gute kommunikative Fähigkeiten und Deutschkenntnisse beim Verfassen von allgemeinverständlichen Texten zu Deliberations- und Beteiligungsverfahren
  • Verlässlichkeit, Fähigkeit zu eigenständigem Arbeiten, Organisationsfähigkeit
  • Ihre Kapazität für die Mitarbeit innerhalb der nächsten 12 Monate (ab März)
  • Begrüßenswert wären zudem (Vor-)Kenntnisse zu (kommunalem) Waldmanagement, Nachhaltigkeit und aktuellen politischen Diskursen in Deutschland rund um das Thema Wald

Das bieten wir Ihnen: 

  • Mitarbeit in einem engagierten Projektkonsortium und einem äußerst spannenden Projekt an der Schnittstelle zwischen Forschung, realer Politik und Gesellschaft
  • Die Chance, an der Bewältigung von komplexen Nachhaltigkeits-Herausforderungen aktiv mitzuwirken 
  • Die Möglichkeit, inhaltlich dazuzulernen zu wissenschaftsinformierter Bürger*innen-Beteiligung, politischen und gesellschaftlichen Lernprozessen und Aspekten des Waldmanagements
  • Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten und -orte

Am MCC ist uns eine Arbeitsatmosphäre wichtig, die Vielfältigkeit, Toleranz und Gleichberechtigung fördert. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt. Weiterhin sind wir bemüht, den Frauenanteil am MCC zu erhöhen. Mehr Informationen zu unserer Gleichstellungsstrategie sind online verfügbar. 

Stelle und Bezahlung: 

Wir möchten die Stelle idealerweise zum 01. März 2021 besetzen. Die Stelle ist auf 12 Monate befristet (anvisiert sind 10h/ Woche). 

Für studentische Hilfskräfte erfolgt die Vergütung nach TVStud III Berlin-BB (12,68 EUR/h). Andere Anstellungsformen mit einer Bezahlung bis zur maximalen Höhe des für diese Stelle bewilligten Budgets sind möglich. 

Bewerbungsprozess: 

Als kleine Arbeitsprobe bitten wir Sie, im Rahmen Ihres Bewerbungsschreibens und ausgehend von den Ihnen verfügbaren Informationen (siehe https://www.civilog.de/waldbrandenburg/projekt) eine für die breitere Bevölkerung gut verständliche Kurzbeschreibung (100 bis maximal 150 Wörter) zu verfassen, die den geplanten Beteiligungsprozess mit Bürger*innen in Biesenthal erläutert.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (d.h., die genannte Arbeitsprobe; dazu Motivationsschreiben max. 1 Seite, kurzer Lebenslauf, relevante Abitur- und Studien-Zeugnisse, Kursübersicht, ggf. berufliche / praktische Erfahrungen) gebündelt in einer PDF-Datei und unter Angabe der Referenznummer ??? ausschließlich per E-Mail an: 

Frau Franziska Faber 

Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH 

Torgauer Str. 12-15, EUREF-Campus 19 

10829 Berlin 

EMAIL: jobs@mcc-berlin.net 

Die Online-Bewerbungsgespräche sind v.a. für KW7 vorgesehen. Bei inhaltlichen Fragen bitte an Dr. Martin Kowarsch (kowarsch@mcc-berlin.net) wenden.

Über das MCC: Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist ein international renommierter wissenschaftlicher Think-Tank und wird von dem Ökonomen Prof. Dr. Ottmar Edenhofer geleitet. Das MCC forscht zu den Herausforderungen des Klimawandels und zur nachhaltigen Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter wie der Atmosphäre und berät Entscheidungsträger globaler Institutionen, der EU und auf nationaler Ebene. Das Institut widmet sich insbesondere den Bereichen Wirtschaftswachstum und Entwicklung, Städte und Infrastruktur, Ressourcen und internationaler Handel sowie Governance und wissenschaftliche Politikberatung. Es wurde 2012 von der Stiftung Mercator und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gegründet und beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2017 wurde das MCC vom International Center for Climate Governance (ICCG) als beste Klima-Denkfabrik in Europa ausgezeichnet. Für weitere Informationen über unser Institut besuchen Sie uns bitte im Internet unter https://www.mcc-berlin.net/.

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